Aaron Roterfeld im Libanon: „Wir helfen viel zu wenig.“

Aaron Roterfeld im Libanon: „Wir helfen viel zu wenig.“

Eigentlich wollte Aaron Roterfeld am Samstag in Beirut im Rahmen seines Urlaubs nur ein bisschen shoppen. Allerdings fand an jenem Tag in der libanesischen Hauptstadt eine Demonstration statt, bei der der österreichische Dark-Rocker von einem Tränengas-Projektil getroffen wurde. Glücklicherweise blieb er weitgehend unverletzt und schießt nun mit einem Video zurück.

Mit dem neuen Video zum Song „Blood Diamond Romance“ möchte er das Streben der Menschen im Libanon nach mehr Transparenz in der Politik und weniger Korruption unterstützen.

Nach dem Vorfall am vergangenen Samstag kaufte Aaron in Beirut spontan ganz viel Milch. Diese brachte er nach eigenen Aussagen zu den Leuten „an der Front“, um die durch das Tränengas ausgelösten Symptome bei den Demonstranten zu lindern. Ein Weckruf?

Aaron kommentiert: „Im Libanon klammern sich seit vielen Jahrzehnten die gleichen Leute an die Macht. Die Menschen gehen gegen Korruption auf die Straße. Beirut ist eine sehr saubere und tolle, fortschrittliche Stadt, das Bildungsniveau extrem hoch. Fast jeder studiert, sehr viele sind fließend dreisprachig (französisch, englisch, arabisch).“ Doch der Libanon sei sehr klein, habe nur vier Millionen Einwohner und schultere die Last von 1,5 Millionen Flüchtlingen. „Wir helfen da viel zu wenig“, kritisiert Aaron. „Die meisten Flüchtlinge würden viel lieber in den Libanon gehen, wenn sie dort unsere Hilfe bekommen würden. Sie wären nicht weit von zuhause und könnten wieder zurück, wenn es besser wird. Das sind jedenfalls die zwei Probleme in diesem an sich sehr reichen Land: Flüchtlinge und eine korrupte Regierung, die unlängst durch ihr Missmanagement dafür gesorgt hat, dass vier Wochen lang der Müll nicht abgeholt wurde.“

Den Song „Blood Diamond Romance“ gibt es übrigens hier als freien Downloand: https://soundcloud.com/aaron-roterfeld/roterfeld-blood-diamond-romance

News-Bild: © Lea Sommerhäuser

www.facebook.com/roterfeld

31 August 2015 NEWS

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