Medeia „Manning The Helm“

Medeia „Manning The Helm“

(Fullsteam Records)
Alle in Deckung! Hinter der neuen EP „Manning The Helm“ von Medeia verbirgt sich ein wahrlich explosives Alternative-Death-Metal-Gemisch. Fünf frische Songs, die einen förmlich umnieten.

Bereits beim Opener und Titeltrack gibt’s ein lautes Doublebass-Gewitter, begleitet von Frans Aaltos tiefen Growls, die einem Donnergrollen gleichen. Im folgenden Track „Barbarossa“, der sehr basslastig beginnt und mit quietschenden Gitarren gespickt ist, gestaltet sich der gutturale Gesang besonders abwechslungsreich. Denn zum Growling gesellen sich auch noch ein paar eher geschriene Parts sowie tiefste Grunztöne. Schöne Variation, muss man aber mögen.

Hinter „Franpire“ verbirgt sich indes das mitunter melodischste Stück dieser Death-Metal-Scheibe, wenn man so will, das gen Ende sachte ausklingt. „Born Enemy“ beginnt ganz entspannt mit ein wenig Klaviergeklimper, ehe es doch wieder tief wummernd und bitterböse weitergeht, insgesamt aber schleppender als die vorangegangenen Tracks. Und mittendrin taucht plötzlich wieder das Klavier auf. Nicht zuletzt ist auf der EP von Medeia auch noch der Kracher „Kings“ zu finden, der mehr geschrien als geknurrt wird – sogar mit Unterstützung eines „Shouting-Chors“ im Hintergrund.

Zugegeben, wirklich eingängig sind die Songs zwar nicht und zugänglich wohl eher nur für Death-Metal-Liebhaber, aber dafür erwartet diese eine knackige, variationsreiche Scheibe mit fünf technisch gut umgesetzten Songs, die ordentlich Dampf ablassen. Sommerhäuser

Tracklist:
01) Manning The Helm
02) Barbarossa
03) Franpire
04) Born Enemy
05) Kings

www.medeiaband.com

26 October 2015

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