System Noire – Der große Schritt nach vorne

System Noire – Der große Schritt nach vorne

Elektro zwischen Synthpop und EBM – System Noire aus Hannover legen mit ihrem Debutalbum eine neue Variante eines eigentlich gesättigten Genres vor. Mit spielerischer Leichtigkeit entstand ein Album eingängiger und treibender Clubhymnen. Kurz vor ihrem ersten Wave Gotk Treffen Auftritt befragten wir das Duo.

System Noire – wofür steht der Name. Wie lange gibt es Euch und was zeichnet Eure Einzigartigkeit aus?

Björn: System Noire steht für eine moderne Kombination aus massiven Beats und klaren, eingängigen Melodien die den treibenden, tanzbaren Sound der jungen Band bestimmen. Gegründet habe ich System Noire 2012. Musikalisch aktiv geworden ist die Band allerdings erst so richtig als Daniel 2016 dazu stieß und wir unsere erste Single veröffentlicht haben.

Der Bandname erscheint französisch, ist es aber sich nicht, oder?

Björn: Nicht ganz. Der Name der Band entstand als ich begann mit Worten und Wort Kombinationen in verschiedenen Sprachen zu spielen. Dies tat ich so lange bis mir „System Noire“ letztendlich gefallen hat. Ich weiß richtig wäre: „Système Noir“ aber zum Glück gibt es ja die künstlerische Freiheit… und… ohne „e“ am Ende sah das Logo echt blöd aus… *grinst*

„Do not pass that door“ – Sind das jene Abgründe die man besser nicht betritt? Was sind Deine? Du hast Pandoras Büchse ja sicher auf diesem Album aufgemacht.

Björn: Gar nicht mal so verkehrt. Mit diesem Titel sind die vielen kleinen Schlüsselmomente im Leben gemeint denen man sich stellen muss. Fragen wie: „Ist es richtig was ich tue? „Sollte ich diesen Schritt gehen?“, „Kann ich mit den Folgen leben?“ sind allgegenwärtig in unserem Dasein und wir werden immer und immer wieder auf die Probe gestellt. Wer den Film „Matrix“ kennt und sich an die Szene mit der Blauen und der Roten Pille erinnert weiß vielleicht genau was ich meine.

Wie entstehen Eure Songs? Zuerst der Text oder zuerst die Musik?

Björn: Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sitzt man bei der Arbeit und hat einen Text im Kopf welchen man sofort niederschreibt um sich dann im Studio der Musik zu widmen. Und manchmal „quält“ einen den ganzen Tag ein Ohrwurm den man dann zu einem Song verbaut, ohne dass man sich über Text und Thematik Gedanken macht.

Daniel: Meist ist es jedoch so das Björn eine grobe „Idee“ festhält um den „Weg“ vor zu geben, den ein Song gehen soll und Ich setzte mich dann daran diese Idee mit Melodien zu verfeinern. Der Text fällt uns dann oft während der Produktion ein.

Welche Songs würdest Du dem neuen Hörer zuerst empfehlen? Was bedeuten sie für Dich?

Björn: Auf jeden Fall unsere Ballade „WHY“ da dieser Track für mich einen sehr persönlichen Inhalt hat und ich mit diesem Stück den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten konnte. Von den „härteren Tracks“ würde ich allerdings jedem der Lust zu Tanzen hat „DEAD INSIDE“ ans Herz legen.

Daniel: „WHY“ würde ich definitiv auch empfehlen, es war der erste Song den wir beide zusammen geschrieben haben. Außerdem den ES23 Remix von „Voices“, Daniel (ES23) hat da mal wieder ganze Arbeit geleistet!

Ihr bedient sowohl Industrial als auch Synthpop Elemente – Ist Euch diese Gradwanderung wichtig?

Björn: Ja das ist es uns tatsächlich. Wir mögen beide sowohl härtere elektronische Musik (Industrial, Dark Electro etc.) wie auch das melodiöse und verspielte aus dem Bereich des Synhie-Pop. Das beste aus beidem zu kombinieren um einen eigenen Sound daraus zu entwickeln ist immer wieder eine spannende Herausforderung.

Daniel: Dem habe ich nichts weiter hinzuzufügen…

Wie kann man sich System Noire live vorstellen?

Björn: Das soll man sich nicht vorstellen, das muss man erleben! *lacht*

 

Hörlink

17 Mai 2018

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