„Silence So Long“: Emigrate gehen in die zweite Runde

„Silence So Long“: Emigrate gehen in die zweite Runde

Rammstein-Gitarrist Richard Kruspe veröffentlicht am 17. Oktober das zweite Album seines Projekts Emigrate, das auf den Titel „Silence So Long” hört. Die Scheibe wurde in Hollywood mit Ben Grosse gemischt, um der grauen Berliner Alltagswelt zu entfliehen, wie Krupse sagt. Er betont: „Es war schwer für mich, ein neues Level des Songwritings, Gesangs und der Produktion zu erreichen, aber ich kann ehrlich sagen, dass wir es geschafft haben.” Das selbstbetitelte Album von Emigrate war 2007 erschienen.

Neben den bewährten Mitstreitern Involtini und Giroux, sowie dem Schlagzeuger Mikko Sirén konnte Kruspe für die Produktion des Albums aus einem beeindruckenden Pool internationaler Top-Stars und Kollegen schöpfen, deren Mitwirkung das Album zu einem Hard-Rock-Jam der Sonderklasse werden ließ, wie es ihn so noch nicht gegeben hat. So geben sich auf „Silent So Long“ Lemmy Kilmister von Motörhead, Jonathan Davis von Korn, Peaches und Marilyn Manson das Mikro in die Hand. „Der Grundgedanke bei Emigrate ist, mit neuen Leuten zu arbeiten, ungewohntes Terrain zu betreten, andere Welten zu entdecken“, sagt Kruspe. Doch auch wenn der Teamgedanke bei Emigrate im Vordergrund steht, ist es am Ende vor allem Richard Kruspes Stimme, die das vielseitige Werk zusammenhält: Der Gitarrist ist in den vergangenen Jahren als Sänger deutlich gereift, er hat an Struktur, Charakter und Dringlichkeit gewonnen.

Es entstand ein klassisch-zeitloses Hard-Rock- und Metal-Album von düster-apokalyptischer Grundfärbung und gewaltiger Bandbreite. Das Spektrum geht vom Metal-Donnerwerk „Eat You Alive“ bis zum experimentellen, Nine Inch Nails-inspirierten „Get Down“, das Kruspe gemeinsam mit der kanadischen Königin der Avantgarde, Peaches, präsentiert. Die Hauptband, deren Sound Kruspe durch sein unvergleichliches Spiel deutlich geprägt hat, klingt naturgemäß immer wieder durch, etwa bei „My Pleasure“. Vergleiche mit Rammstein verwehren sich aber alleine schon durch die englischen Texte und Kruspes Gesang.

„Ein weiterer positiver Nebeneffekt dürften zudem positive Rückkopplungen auf Kruspes Arbeit mit Rammstein sein: „Dave Grohl ist eines der besten Beispiele“, sagt Kruspe. „Der hat diesbezüglich eine Vorbildfunktion für mich, weil er haufenweise tolle Sachen mit so vielen unterschiedlichen Leuten macht und sich so immer wieder inspiriert und frisch hält.“ Auch die selbstgewählte Emigration des Richard Kruspe von Rammstein ist stets nur eine vorübergehende, die ihn wach und frisch hält wie ein ausgedehnter Urlaub einen für den Alltag konstituiert.

Hier ein Trailer, um euch auf die neue Scheibe einzustimmen:

25 August 2014 NEWS

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