Wolfheart „Shadow World“

Wolfheart „Shadow World“

(Spinefarm Records)
Mit dem neuen Wolfheart-Longplayer entführen Mastermind Tuomas Saukkonen und seine drei Mitstreiter ihre Hörer in die düstere Schattenwelt – voller Kälte, Zorn und tiefer Abgründe. Sie liefern ein wahres Melodic-Death-Metal-Brett, das wie ein wütender Sturm über unsereins hinwegfegt, nach uns greift, an uns zerrt und uns einfach keine Ruhe lässt – wobei… Es gibt tatsächlich auch Entspannungsmomente auf „Shadow World“!

Nehme man beispielsweise den Akustik-Gitarren-Part in „Last Of All Winters“ oder die Klavier-Passage in „Nemesis“. Das Tasteninstrument bildet übrigens auch einen Rahmen um das komplette Album. So beginnt der Opener „Aeon Of Cold“ mit einer angenehmen Pianomelodie, ehe Doublebass und wuchtige Gitarrenriffs aus den Boxen dröhnen. Zugleich endet der schleppende, leicht doomige letzte Track „Veri“, den Tuomas auf Finnisch growlt, mit einem Instrumentalmix aus Klavier und Streichern.

Abgesehen von diesen Sturmpausen geht es auf „Shadow World“ ganz schön wüst zur Sache, wobei stellenweise mal kreischende, mal verspielte Gitarrensoli zum Einsatz kommen, etwa im eingängigen „Zero Gravity“. Allerdings ist der Ohrwurm-Faktor nicht in allen Songs des neuen Wolfheart-Werks auf Anhieb zu finden, obgleich der Melodie-Aspekt trotz aller Aggressivität und Härte nicht vernachlässigt wird. Man muss den acht Songs einfach etwas mehr Zeit geben und sich dem Sturm länger in den Weg stellen, um dessen ganzes Ausmaß zu begreifen. Die Finnen liefern eben keine leicht verdauliche Kost. Sommerhäuser

Tracklist:
01) Aeon Of Cold
02) Zero Gravity
03) Storm Centre
04) Last Of All Winters
05) Nemesis
06) Abyss
07) Resistance
08) Veri

www.facebook.com/WolfheartRealm

27 August 2015

Comments are closed.