Tanzwut … und der Aberglaube

Tanzwut   … und der Aberglaube

Schon seit Längerem hält sich das Gerücht, dass Tanzwut bereits mit einem neuen Rock-Album in den Startlöchern stehen. Und obwohl Gerüchte laut dem gleichnamigen Tanzwut-Song „süß und fein“ sind, haben wir bei Mastermind Teufel nachgefragt, was es mit dem neuen Album auf sich hat und welche Rolle der Aberglaube darauf spielt.

Wie kam es zu der Idee, ein komplettes Album über den Aberglauben zu machen?

Teufel: „Sind wir nicht alle ein wenig abergläubisch, erkennen Unglück bringende Zeichen und hoffen, dass uns Glück beschert wird? Der Aberglaube zieht sich über Generationen durch die Menschheitsgeschichte. Märchen und Sagen sind voll von Mythen und geheimnisvollen Dingen, Hexen und schwarzen Katzen. Wir lieben es, dreimal auf Holz zu klopfen und meiden es, unter Leitern hindurch zu laufen.“

Gab es konkrete Unglücke während der Albumproduktion?

Teufel: „Ja, nach unserem Videodreh zum Song „Freitag der 13.“ wurde unser Aberglaube bestärkt. Vor dem Dreh gab es nicht viele Freiwillige, die den Spiegel zerschlagen wollten. Zwei Kollegen wollten es tun und schlugen vorsichtig auf den Spiegel ein. Nichts passierte. Ein Freund, welcher uns an dem Tag half, nahm dann den Hammer und schlug zu. Der Spiegel splitterte optimal für uns, jedoch hatte er zwei Tage später einen Wildunfall mit dem Auto. Zum Glück ist ihm nichts passiert, aber Auto und Wild waren nicht mehr zu retten. Zufall? Um den Bann zu brechen, trug er auf Anraten einer Kräuterfrau eine ganze Woche seine Unterwäsche links herum und lief alle Wege im Haus rückwärts. Seither ist nichts mehr passiert. Außerdem haben wir den Spiegel mit den Unterschriften aller beim Dreh beteiligten Personen zugunsten von Straßenkinder e.V. versteigert. Damit sollte wirklich alles Böse besänftigt sein.“

Welcher Song ist für dich der ausdrucksstärkste des Albums?

Teufel: „Das ist eine schwierige Frage, gerade wenn die Songs alle noch so neu sind. Ich denke schon, dass der Titelsong sehr ausdrucksstark ist. Wir haben diesen Titel daher auch für unser erstes Video ausgewählt. Es gibt aber noch eine Menge andere coole Titel, wie u.a. ‚Brüder im Geiste’ oder ‚Der Zeitdieb’.“

Was erwartet den Tanzwut-Fanatiker im neuen Jahr?

Teufel: „Wir werden nach der Veröffentlichung am Freitag, den 13. Februar 2015 natürlich auf Tournee gehen. Im Februar gibt es zwei Termine in Russland mit der Premiere der neuen Songs und ab Anfang April geht es dann los in Deutschland, Österreich und Belgien. Im Sommer folgen Auftritte auf Festivals wie dem M’era Luna und dem Burgfolk. Es sind noch ein paar weitere geplant, die wir aber noch geheim halten müssen. Rein akustische Mittelalterkonzerte werden wir auch wieder geben und u.a. auf dem Kaltenberger Ritterturnier gastieren.“

Was hat es mit der Special Edition auf sich?

Teufel: „Die Special Edition ist dieses Mal ein exklusives Buch, welches nur begrenzt erhältlich ist. Es ist, wie auch das Digipak, gestaltet von Ingo Römling. Das Buch hat jedoch 36 Seiten und damit einen größeren Gestaltungsspielraum inklusive exklusiver Fotos und Zeichnungen. Auf der zusätzlichen Bonus-CD finden sich Duette mit Eric Fish von Subway To Sally und Martin Engler von Mono Inc. Außerdem Remixe u.a. von Rotersand und Lord Of The Lost.“

Klingt spannend. Danke für das Gespräch!

Fabian Bernhardt
www.tanzwut.com

26 März 2015

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