HELL-O-MATIC: Höllischer Hedonismus

HELL-O-MATIC: Höllischer Hedonismus

Catchy Riffs in bester 70er-Jahre-Rock-Marnier, stampfende Sequenzer mit frühen 90er-Techno-Anleihen und zeitgemäßen Elementen in jedem Song, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Und das gepaart mit viel Rock’nRoll … und noch mehr davon. Das ist die Geheimrezeptur, mit der Hell-O-Matic arbeitet.

Wie kann man sich Eure Liveshows vorstellen? Sex on stage oder normale Rockperformance?

Thomas vd Scheck: Ach, sowas ist doch immer einem gewissen Entwicklungsprozess unterworfen. Klar, man macht sich schon Gedanken darüber, wie man den einen oder anderen Song präsentieren und performen kann, aber gerade am Anfang, wenn man noch hauptsächlich als Support und auf Festivals spielt, muss man seine Show den Umständen und Gegebenheiten anpassen. Auch was das Licht und die Größe der Bühne angeht. Aber eine grandiose Rock-Show werden wir versuchen immer zu bieten. Und dabei nach Möglichkeit auch so oft wie möglich unsere ‚Cheerleaders From Hell‘ mit am Start zu haben. Ob dabei aber Sex eine Rolle spielt, das müssen wir erst noch sehen. Allerdings, und das ist versprochen, sexy wird es allemal. Zumal die Songs es ja durch die Bank weg schon alle sind.

Hell-O-Matic, der Name erinnert mit dem Logo an eine tollwütige Hello Kitty. War das eine der beabsichtigten Interpretationen?

Das ist durchaus eine Interpretationen, die ihre Daseinsberechtigung hat. :)Der ursprüngliche Gedanke jedoch war, dass wir gemeinsam mir unserer Grafikerin eine Wort/Bildmarke entwickeln wollten, die einen hohen Wiedererkennungswert hat. Dabei hatten wir im Hinterkopf, dass sich das ‚O‘ in Hell-O-Matic doch wunderbar als stilisierter Teufelskopf darstellen ließe. Dabei ist dann ein Logo entstanden, was sich extrem leicht replizieren und an Wände sprühen und in Schulbänke ritzen lässt. Mittlerweile bezeichnen wir das Logo selber liebevoll als ‚Waschmaschine mit Ohren‘ und andererseits erinnert es aber tatsächlich auch an einen Katzenkopf, so dass wir selber auch schon mit der Assoziation ‚Hello Kitty‘ geliebäugelt haben. Nicht ohne Grund benennen wir daher unsere weiblichen Fans als ‚Hell-O-Kittys‘ und die männlichen als ‚Hell-Heads‘. Das macht sich besonders schön, wenn wir damit live unser Publikum begrüßen und uns mit einem lautstarken ‚Hell-O-Matic‘ geantwortet wird. Das ist der Stoff, aus dem Legenden gemacht werden. Man erinnere sich nur an solch wunderbare Begrüßungsrituale, wie „Hello, my name is Johnny Cash!“ oder „We are Motorhead … and we play Rock and Roll!“ Das birgt eine gewisse Verlässlichkeit von Seiten der Band gegenüber dem Publikum und alle fühlen sich gleich ein ganzes Stück weit mehr miteinander verbunden, bevor dann, bereits eine Sekunde später, die Hölle losbricht.
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Ich hab Euch zuerst auf einer Releaseparty unmittelbar nach Manson gehört. Ihr konntet da soundtechnisch mithalten. Wie und wo habt ihr das Album produziert?

Einen Großteil des Songmaterials haben wir bereits in unserem eigenen Studio vorproduziert. Als dann klar war, dass die Songs nun vernünftig aufgenommen werden müssen, haben wir uns nach einem Produzenten und einem Studio umgesehen. Letztendlich fiel unsere Wahl auf Eike O. Freese. Nicht nur, weil er ein O in der Mitte seines Namens hat, sondern auch, weil er uns als Produzent von Gamma Ray, Dark Age und vielen anderen härteren Bands positiv ins Auge gefallen ist. Eigentlich wollten wir in Eikes ‚Hammer-Studio‘ in Hamburg arbeiten, welches dann aber leider kurz vor unserem Recordingtermin komplett ausgebrannt ist. Bei diesem Feuer hat nicht nur Eike sein Studio verloren, sondern auch Gamma Ray, mit denen er sich die Räume geteilt hat. Und leider viele Hamburger Bands ihre Proberäume, die im selben Gebäudekomplex untergebracht waren. Wir weisen es aber weit von uns, dass wir aufgrund unseres Bandnamens irgendwas mit diesem Inferno zu tun gehabt haben könnten. Glück im Unglück ist Eike dann ein neues ‚Zuhause‘ im legendären Chameleon-Studio angeboten worden und wir konnten mit nur einer geringfügigen Verzögerung von drei Monaten unsere Aufnahmepläne erneut in Angriff nehmen. Als Produktionsassistent war außerdem noch Benjamin Lawrenz dabei, der schon viel mit ‚Lord Of The Lost‘, ‚Unzucht‘ und ‚Stoneman‘ gearbeitet hat. Damit hatten wir ein perfektes Team für die Umsetzung unserer Pläne und entstanden ist ein Album, das sich musikalisch und soundtechnisch hinter großen internationalen Produktionen, wie du ja in deiner Frage schon erwähnt hast, nicht zu verstecken braucht.

Nach diesem Debut ist die Latte weit oben. Wie geht es weiter? Neue Songs, Tournee?

Wie gesagt, dass neue Album ist schon in der Mache und wenn alles gut geht, und uns nicht erneute Studiobrände im Weg stehen, werden wir wohl im Herbst 2016 ins Studio gehen und das nächste Album recorden. Geplant ist vorerst aber, ‚Hedonistic Cheerleaders‘ als Single auszukoppeln und noch den einen oder anderen Song remixen zu lassen. Dafür konnten wir bereits die großartigen Veteranen ‚Treponem Pal‘ aus Frankreich und ‚Das Ich‘ gewinnen. Jetzt hoffen wir noch auf einen weiteren, einen ganz speziellen Remix, und dann braucht der Veröffentlichung nichts mehr im Wege stehen. Ganz aktuell ist auch, dass wir von Mitte bis Ende Januar zusammen mit ‚Megaherz‘ und ‚Erdling‘ auf Tour gehen werden, worauf wir uns bereits jetzt teuflisch freuen, da wir damit die Chance erhalten, einem größeren Publikum über 12 Shows unser ‚Baby‘ nahebringen zu können.Desweiteren verhandeln wir gerade über weitere Support-Shows und Festivalbeteiligungen, über die wir aber leider noch nichts sagen dürfen, weil die noch nicht gefixt sind. Aber kommt Zeit, kommt Hell-O-Matic … soviel ist gewiss. 🙂

19 Januar 2016

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