Midge Ure „Fragile“

1 August 2014

Midge Ure „Fragile“

(Hypertension/Soulfood)
Als Mastermind von Ultravox und Gewinner des Grammy- und des Brit-Awards hat Midge Ure in seinem Leben bereits ordentlich Ruhm und Ehre einfahren können. Mit „Fragile“ legt der Brite sein nächstes Soloalbum – das erste seit 10 Jahren – vor und verbindet darauf Elemente aus Synth-Pop, Electro und Classic Rock. Die Kompositionen sind überwiegend poppiger und sphärischer Natur und brauchen eine Weile, bis sie zünden, da offensichtliche Hits fehlen. Doch an Tiefgang mangelt es nicht. Ure hat alle in seinem Studio in Bath/England eingespielt und produziert und spricht mit dem Ergebnis reifere Pop- und Electronica-Hörer ein, die seiner Vorgabe „Modern music, which deserves old school listening“ nur zu bereitwillig folgen. Blach 

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Staubkind „Alles was ich bin“

1 August 2014

Staubkind „Alles was ich bin“

(Out Of Line/Rough Trade)
Passend zum zehnjährigen Jubiläum knüpft Ex-Terminal-Choice-Gitarrist Louis Manke aka Staubkind mit „Alles was ich bin“ wieder mit viel emotionaler Wucht an den Vorgänger an. Genügend Ausdrucksstärke hat Louis’ Stimme bereits im Erzählmodus des Intros. Der Weg führt mit berührenden deutschen Texten vorbei an innerlicher Zerrüttung und Zuversicht mitten ins Herz. Staubkind schaffen den Spagat zwischen balladesken und rockig angehauchten Songs, ohne dabei Gefühle auf der Strecke zu lassen. Für den einen oder anderen vielleicht zu weichgespülter und reduzierter Dark-Pop mit Unheilig-Flair, für mich jedoch ein Sog der Gefühle, dem man sich bis zur letzten Minute hingegeben kann. Ehrlich, direkt und mit viel Seele. Laux

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Sweet Ermengarde „Rainham Hall“

1 August 2014

Sweet Ermengarde „Rainham Hall“

(Équinoxe/Nova MD)
Sweet Ermengarde ist mit dem noch aktuellen 2013er-Album „Rainham Hall“ ein echter Geniestreich gelungen. Organisch und schnörkellos spielen die Bochumer Gothic, der aus den Anfangstagen des Genres zu kommen scheint. Man verzichtet auf übertechnisierte Synthie-Sounds, konzentriert sich auf die akzentuiert spielende Rhythmusfraktion, bestehend aus Bassgitarre und Schlagzeug. Die beiden Gitarristen ergänzen sich harmonisch und legen einen magischen Teppich, der angereichert mit wunderbaren Melodien den ausdrucksstarken und emotionalen, dabei aber nie allzu melancholisch wirkenden Gesang hervorhebt. Vielguth

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V.A. „Gothic Visions V“ (DVD)

1 August 2014

V.A. „Gothic Visions V“ (DVD)

(Echozone/Soulfood) Klotzen, nicht kleckern – so lautet auch beim fünften Teil der DVD/CD-Compilation „Gothic Visions“ das Motto. 290 Minuten lang gibt es Clips von Bands wie Leaves’ Eyes, The Mission, Dracul, Ikon, Traumtaenzer, Freakangel, I:Scintilla, oder Mystigma sowie unzähligen weniger bekannten Formationen – insgesamt 58 Clips, deren Qualität und stilistisches Spektrum natürlich stark variieren. Dazu kommen 53 Audio-Tracks von überwiegend kleineren Bands auf CD und im Datenteil der DVD. Wer gerne nach neuer Musik stöbert und die Spreu vom Weizen selbst trennen zu vermag, ist hier richtig beraten! Blach

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Xandria „Sacrificium“

27 Juni 2014

Xandria „Sacrificium“

(Napalm/Universal)
Dianne van Giersbergen ist zwar schon die vierte Xandria-Sängerin binnen weniger Jahre, auf die Kreativität der Band hatten die ständigen Wechsel am Mikro aber glücklicherweise keine Auswirkungen. Auf „Sacrificium“ führen die Bielefelder die Ausrichtung des Vorgängers „Neverworld’s End“ konsequent fort und liefern sinfonischen Gothic-Metal mit cineastischem Anstrich und kraftvollem Soprangesang auf hohem Niveau. Wer Nightwish oder Epica liebt, liegt hier goldrichtig! Sascha Blach

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Stoneman „Goldmarie“

27 Juni 2014

Stoneman „Goldmarie“

(Danse Macabre/Al!ve)
Es ist das erste Album, dass die Schweizer Rock-Gruppe Stoneman komplett in Deutsch eingesungen hat. Ihre Stücke klingen aber, als hätten sie seit ihrer Gründung vor rund zehn Jahren nichts anderes gemacht. „Goldmarie“ ist NDH pur: Die Gitarren drücken aus den Boxen, während Sänger Mikki Chixx röhrt, grollt und geifert. Zwischen nachdenklichen, symbolisch aufgeladenen Tracks („Der rote Vorhang fällt“, „An die Geräte“) und frivolen Eskapaden („Goldmarie“, „Freundlich sein“) finden sich immer wieder Anleihen an Oomph!, Eisbrecher und Rammstein. Ein stimmiges Werk. Daniel Dreßler

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Sad Dolls „Grave Party“

27 Juni 2014

Sad Dolls „Grave Party“

(Inverse)
Dass man in Griechenland der Eurokrise auch auf künstlerischem Wege trotzt, beweisen Sad Dolls mit ihrem dritten Longplayer, „Grave Party“. Der kraftvolle Mix aus Gothic-Rock, Electro- und Metal-Elementen geht schnell ins Ohr und dürfte auch in den Clubs der Nation eine gute Figur machen. Wer sich einen Hybrid aus The 69 Eyes, Lacrimas Profundere und den Deathstars vorstellen kann, sollte dieser Grabesparty schleunigst einen Besuch abstatten. Sascha Blach

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Pixies „Indie Cindy“

27 Juni 2014

Pixies „Indie Cindy“

(Pixiesmusic/PIAS)
Die Indierocker aus Boston sind sich auch nach über zwei Jahrzehnten treu geblieben. Der Abwechslungsreichtum auf dem neuen Album „Indie Cindy“ ist erfrischend und mag für alteingesessene Fans keine Überraschung sein. Das Album bietet einen unglaublichen Facettenreichtum von melodischer Melancholie bis hin zu psychedelischen Synthesizersounds. Dennoch stehen die Pixies aufgrund ihrer Erfahrung und dem erfrischendem Mix aus harten Gitarrenklängen und weicher Stimme jüngeren Indiebands in nichts nach. Laura Thon

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